„Advent - bewusst die Hektik des Alltages unterbrechen!“

Mit der diesjährigen Gemeindefahrt am vergangenen Wochenende ins erzgebirgische Seiffen, konnten sich die Teilnehmer aus Weimar, Jena und dem Magdalaer Kirchspiel in besonderer Form auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen. In einem anspruchsvollen Adventskonzert in der weltberühmten Seiffener Kirche feierten sie mit weiteren 500 Gästen den 1. Advent. Kirchenchor, Posaunenchor und die berühmte Kinderkurrende in ihren historischen schwarzen Mänteln mit weißem Kragen, gestalteten den Nachmittag. Der Ortspfarrer Michael Harzer begrüßte die Magdalaer Gemeindeglieder im Gottesdienst und gab im Anschluss eine Kirchenführung über das achteckige Gotteshaus. Spielzeugmuseum, Heimatabend, Schauwerkstatt und ein Bummel durch das bunte und Hellerleuchtete „Spielzeugdorf Seiffen“ erfreute die Gemüter.

Es gibt heute kaum noch ein Wohnzimmer, welches nicht mit den weihnachtlichen Holzschnitzarbeiten aus dem Erzgebirge geschmückt ist. Weihnachtspyramiden, Schwippbögen, Räuchermännchen oder Nussknacker zieren die Weihnachtsstuben. Auch die berühmten Engel und Bergmänner, welche man zu DDR-Zeiten von staatlicher Seite aus „geflügelte Jahresendfiguren“ umbenennen wollte, stehen heute wieder hoch im Kurs.

In seiner Abendandacht verwies Pfarrer Martin Krautwurst auf den Sinn der Adventszeit, „bewusst die Hektik des Alltages zu unterbrechen und im Warten auf den Heiligen Abend die uns geschenkte Zeit wahrzunehmen. In der Erinnerung an alte Kindheitstage und in der Hoffnung auf Gottes Gegenwart und künftiger Begleitung, dürfen wir das eigentliche Leben nicht verpassen. Wenn wir nicht üben, den jeweiligen Moment wieder stärker wahrnehmen, geht das Leben an uns vorüber.“