Dem Brot auf der Spur - Kinderzeltwoche in Magdala

32 Kinder zelten in diesen Tagen wieder im Magdalaer Pfarrgarten. Zum Thema „Brot des Lebens“ gehen die Kinder dem wohl wichtigsten Lebensmittel seit Menschengedenken auf die Spur. Die Getreidesorten sollen erforscht und bearbeitet werden. Die Mitarbeiter des Kirchspieles bauten hierzu eigens Dreschflegel, machten Termine beim Müller in der Feldmühle in Göttern und beim Bäcker in der Backstube zu Magdala. Zum Bäcker geht es mitten in der Nacht, denn um 3.30 Uhr wird bereits das Brot in den Ofen geschoben. In den Themenangeboten werden dann die biblischen Geschichten aus der Bibel vorgestellt. Warum wurde früher ein Kreuz auf den Broten eingezeichnet und gebacken? Warum sagt Jesus von sich, er sei das „Brot des Lebens“?

Zu den Kindern des Kirchspiels Magdala und Bucha gesellten sich Gäste aus Saalfeld, Halle, Kahla, Weimar und Mönchengladbach. Bis zum kommenden Freitag ist hier jede Menge Ferienspaß garantiert.

Auf der Spur nach dem Getreide. Was braucht es für Boden?

Die Ferienkinder der Magdalaer Zeltwoche erfahren ganz praktisch welche Schritte zu bedenken und zu tun sind, dass man das „Täglich Brot“ auch essen kann. Nach der Feldarbeit wurde das Korn gedroschen (Dreschflegel), zur Mühle gebracht, damit es zu Mehl gemahlen werden kann. Neben Badespass im Blankenhainer Bad geht es heute in die Magdalaer Kulturscheune, in der alte Bauerntechniken erklärt und probiert werden.

Des Nachts in der Backstube

Wie kommt das Brot schon so früh am Morgen frisch auf den Tisch? Wer formt und bäckt die vielen Brötchen in der Nacht? Dem sind die Kinder der Bibel-Zeltwoche in Magdala auf die Spur gegangen. Eine richtige Nachtwanderung führte die 34 Kinder aus nah und fern in die Magdalaer Backstube zu den beiden Meisterbäckern Rost. Bis in die fünfte Generation wird hier der Familienbetrieb bereits geführt. Schon gegen 2 Uhr wurde der Sauerteig für die leckeren Brote vorbereitet. Gegen 3.30 Uhr konnten 34 verschlafene Augenpaare beobachten, wie das Brot in den Backofen kommt, wie die Brötchen geknetet, geformt und gebacken werden und wie der Kuchen für das Kaffeetrinken am Nachmittag hergestellt wird.

Der Duft war so gut, dass die Kinder gleich an Ort und Stelle zwei frischgebackene warme Brote miteinander teilten und erzhaft verschlungen. Als die ersten Brötchen aus dem Backofen kamen, war das Frühstück gesichert, doch zuvor hieß es noch einmal „Ruhe im Zelt“ und schlafen. Mit einem Ständchen zum Geburtstag am Morgen beim „Altbäckermeister“, konnten die Kinder nun die frisch gebackenen Leckereien im Verkaufsstand sehen. Für die Kinder stieg der Wert an den Backwaren, denn so langsam können sie erahnen, wie viel Arbeit dahinter steckt, ehe vom Korn auf dem Feld „unser täglich Brot“ entsteht.


 






Getreidefelder rund um Magdala




Feldmühle Göttern bei Müller Smutny


Nachtwanderung für die 34 Kinder aus nah und fern in die Magdalaer Backstube