Dorfkirche zu Maina komplett gesperrt!

Die Hiobsbotschaft kam durch einen Anruf aus der Bauabteilung des Kreiskirchenamtes in Gera. „Nicht nur der Turm ist einsturzgefährdet, sondern das gesamt Dach droht zusammenzubrechen.“ Eine in Auftrag gegebene Statikanalyse des Dach- und Turmaufbaus ergab, dass der gesamte Dachstuhl kurz vor dem Zusammenbruch steht. Mit dem Einbau der Emporen vor rund 100 Jahren, wurde die Kirche mit einem Tonnengewölbe versehen. Hierzu wurden wichtige Dachbalken herausgetrennt und damit eine statisch notwendige Dreiecksverbindung zerstört. Ein kleiner Ringanker hat bisher den Dachstuhl zusammen gehalten. Eine Sicherungsarbeit im Mauerwerk (Risssanierung) in der Ostseite hat wahrscheinlich bisher Schlimmeres verhindert.
Mit den Untersuchungen - um weitere Ringanker zur Stabilisierung einzubringen - wurde mit Entsetzen festgestellt, dass die Balkenköpfe alle mit einer Braunfäule befallen und nicht mehr tragfähig sind. Nun droht das Dach auseinander zu fallen. Bürgersteige und Straße wurde durch die kommunale Verwaltung notdürftig gesperrt. Die Bevölkerung ist alarmiert.
Das Kreiskirchenamt hat bereits ein Sanierungskonzept erarbeitet, in deren Schätzung die Sanierungsarbeiten auf rund 70 Tausend Euro geschätzt werden. Für eine so kleine Gemeinde wie Maina mit rund 80 Einwohnern eine utopische Summe. Dennoch kämpfen die Orts- und Kirchgemeinde um den Erhalt ihres denkmalgeschützten Gotteshauses. Erste Bauberatungen ergaben, dass mit Hilfe der Denkmalpflege, der Zusage von Landeskirche und Stadt und einer gehörigen Portion Eigenleistung das altehrwürdige Gotteshaus gerettet werden kann. Die Einwohner des Dorfes – mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehr – der Bürgermeister und der Ortspfarrer stehen bereit.
Die Gemeinde bittet dringend um Spenden um den nötigen Eigenanteil absichern zu können: Konto Nr.: 435001078, BLZ: 82051000 Sparkasse Weimar Kennwort: „Rettet die Dorfkirche zu Maina“