Landrat überreicht Plakette „Fledermausfreundliche Kirche“ in Bucha

„Was haben in Bucha Fledermäuse und Gottesdienstbesucher gemeinsam? Sie sind scheu und man bekommt sie selten zu Gesicht. Die Buchaer lieben ihre Kirche, investieren auch viel für sie, aber sie schonen sie zu sehr!“ scherzt Martin Krautwurst. Wenn es nach dem Willen des Ortspfarrers geht, dann sollten sie die Bänke ruhig abnutzen, die Steinplatten austreten und ihre Kirche auch zu den einfachen Gottesdiensten noch zahlreicher genutzt werden. In den letzten Jahren haben Gottesdienstbesuch, Taufen und Hochzeiten deutlich zugenommen. Auch die Wiedereintritte im Kirchspiel zeugen von einer steigenden Tendenz. Dennoch ist Pfarrer Martin Krautwurst noch unzufrieden. Er wünscht sich noch mehr Leben im Gotteshaus, so wie es in den Randgemeinden anzutreffen ist. Bisher waren mehr die Familiengottesdienste, die Hochfeste im Kirchenjahr, Kasualien und Konzerte ein Anziehungsmagnet.

Das es Leben im Gotteshaus gibt, davon zeugt nicht zuletzt die Annerkennung des Gotteshauses als „Fledermausfreundlich“. Landrat Andreas Heller übergab am Freitag im Beisein von Bürgermeister Arndt Lützelberger und vieler anderer Interessierter die Urkunde des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt. Eine Plakette wird das Gotteshaus künftig schmücken. Die Langohrenfledermäuse fühlen sich im Dachgestühl zu Hause. Ein Grund für das Wohlbefinden der vom Aussterben bedrohten Tierart war nicht zuletzt die Ablehnung der Antennenanlage auf dem Buchaer Kirchturm. Doch diese brachte auch finanzielle Einbußen für die dringend sanierungsbedürftige Orgel. Nun wollen, Jagdgenossenschaft, Gemeinde und Kirche sich gemeinsam für den Erhalt einsetzen. Auch Landrat Heller sagte seine Unterstützung zu. „Es wäre doch schade, wenn die seltenen Besucher mit den langen Ohren im Kirchturm auf den Klang der Heerwagen-Orgel (1903 erbaut) verzichten müssten“.