Wer oder was steckt hinter unserer Kirche?

Wer am Donnerstagabend im Magdalaer Gemeindesaal zum Ehrenamtstag verweilte, der konnte sich diese Frage leicht beantworten. Die Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen, die im Namen Gottes mit dem Evangelium Jesu Christie lebt und diese frohe Botschaft weitergibt. Der Glaube ist eine geheimnisvolle Kraft, der ansteckend und einladend das Leben bereichern soll. Die Gemeinden von Magdala und Bucha sind einladend. Menschen fühlen sich hier geborgen und wohl, sie finden hier eine Heimat.

Geprägt und gestaltet wird diese Gemeinde vor Ort von ihren Mitgliedern. Dazu gehören im Kirchspiel Magdala / Bucha jede Menge aktive Gemeindeglieder. „Ohne diese, würde es viele Veranstaltungen, Gemeindekreise und Aktionen nicht geben!“ Pfarrer Martin Krautwurst schätzt weit über 100 ehrenamtliche Helfer in seinem großen Kirchspiel mit 10 Gemeinden, die kontinuierlich vor Ort helfen und gestalten. Neben der Gemeindeleitung, den Chören und Instrumentalisten, gibt es viele die im Hintergrund arbeiten. Der Chronist im Archiv, die Läuter auf den verschiedenen Glockentürmen, die Küster, Organisten und Prediger, welche die Gottesdienste, Konzerte und Ausstellungen vorbereiten und gestalten.

Die Orte im Kirchspiel Magdala und Bucha freuen sich über viele Helfer auf den verschiedenen Baustellen, wenn es heißt die Gotteshäuser zu sanieren und zu erhalten. Ebenso viele backen und kochen für die einzelnen Gemeindekreise, fast alle Kreise verbindet neben der inhaltlichen Arbeit, dem geistigen Wort und der Musik ein gemeinsames Essen.

Nicht zu vergessen, will die Arbeit verwaltet, finanziert und koordiniert sein. Das Stellen von Förderanträgen, das Einwerben von Spenden und die Öffentlichkeitsarbeit, um die Arbeit präsent zu machen, obliegen der ehrenamtlichen Aktivität. Das Kirchspiel kann hier auf zwei Fördervereine bauen.

Die Gemeindekreise vom Kleinkind bis ins Seniorenalter erfahren eine liebevolle Betreuung. „Unsere Kirche versteht sich als Lebensbegleitung mit Inhalt!“, kommentiert Pfarrer Krautwurst seine Gemeindekonzeption. „Wer keine Rolle hat, spielt auch keine!“ so werden bereits im frühen Kindesalter, wie die Magdalaer Kinderbischöfe zeigen, Gemeindeglieder in die Arbeit und Verantwortung mit einbezogen. Über die Grenzen der Gemeinde hinaus laufen soziale und humanitäre Projekte, wie die „Hilfe für die Kinder von Tschernobyl“, oder für die „Opfer von Pakistan“ oder der „Tsunami-Katastrophe“. Studentinnen in Weißrussland wird durch die Kirchgemeinde durch ein Stipendium das Studium ermöglicht. Hier steht viel ehrenamtliche Arbeit dahinter.

Zum Gemeindekongress der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, im MDR-Radio und im Deutschlandfunk wurde das Magdalaer Modell vorgestellt. Das Interesse an der Vielfalt der Angebote im Kirchspiel weckt Interesse. Als „Gemeinde gegen den Trend“ wurde das Kirchspiel in ein Forschungsprojekt der Universität Heidelberg aufgenommen.


Rund 60 Ehrenamtliche zählte der Magdalaer Gemeindesaal am Donnerstagabend. Mit Abendbüffet, Feuerzangenbowle und Jahresrückblick auf Großleinwand wurde erinnert und neu geplant.