Endspurt bei Unterschriftensammlung in Thüringen - Im Magdalaer Pfarramt wird fleißig gesammelt

Auch im Pfarramt Magdala liegen, wie in vielen Einrichtungen im Freistaat Thüringen, die Unterschriftenlisten zum Volksbegehren „Mehr Demokratie in Thüringer Kommunen“ aus.

Pfarrer Martin Krautwurst weist daraufhin, dass nur noch bis zum 19. Juli 2008 die Unterschriften für den Gesetzentwurf zur Änderung der Thüringer Kommunalordnung gesammelt werden können. Im Entwurf geht es im wesentlichem um eine Herabsetzung der Prozenthürde für Bürgerbegehren.

„Für mich persönlich ist es sehr wichtig, dass die Menschen im Freistaat Thüringen auch außerparlamentarisch mehr Mitsprache an Gesetzen, Erlassen und Ordnungen üben können. Bauleitplanungen, Abgaben, Satzungen und Gebühren werden immer heiß diskutiert, aber das Recht an wirklicher Mitsprache bei Entscheidungen bleibt den Bürgern vorenthalten. Im Herbst 1989 sind wir genau deswegen auf die Straße gegangen, damit nicht über unsere Köpfe hinweg wichtige Entscheidungen getroffen werden.“

Mehr Demokratie und mehr Mitsprachemöglichkeiten fordert Magdalas Ortspfarrer ein. „Warum sollte es in Thüringen nicht möglich sein, was bei unseren Nachbarn in Bayern längst selbstverständlich geworden ist. Mehr als 1300 Bürgerbegehren gab es dort in den letzten 13 Jahren. Thüringen zeigt da eine traurige Bilanz auf.“ Das Bürgerbegehren räumt ein Mitspracherecht ein, dass Tausende hier in Thüringen schon lange einfordern.“


Tina Fritzsche aus Magdala sammelt im Pfarramt die Unterschriftenlisten für das Volksbegehren in Thüringen