„Nur wer hört, der kann auch reden...“

so heißt eine alte Volksweisheit, doch zum Hören gehört auch das Verstehen. Dessen ist sich Pfarrer Martin Krautwurst bewusst, betreut er in seinen 15 Gemeinden im Kirchspiel auch zahlreiche Senioren denen das Hören teils sehr schwer fällt. Aber nicht nur ältere Menschen haben Probleme beim Hören, auch Jugendliche und sogar Kinder kämpfen mit Hörproblemen. Und so startete er im Herbst 2009 ein Projekt in seiner Gemeinde, die über das „bessere Hören“ hinausgeht.

Zum einen wurde in der Magdalaer Stadtkirche eine Beschallungsanlage im Wert von über 3000 Euro konzipiert und installiert. Diese wurde ausschließlich aus zweckgebundenen Spendengeldern finanziert. Den offenen Restbetrag übernahm nun mit einer großzügigen Spende in Höhe von 1000,- Euro die Firma Hörgeräte ISMA GmbH & Co. KG. „Es ist wichtig, dass die Gemeinde auch verstehen kann, was sie hört! Dazu dient die neue Technik.“

Zum anderen wird es in diesem Jahr mehrere thematische Veranstaltungen rund ums Hören geben. Mit den Kindern und Jugendlichen soll auf eventuelle Gefahren von lauter Musik und dem richtigen Einsatz von Technik und MP3-Playern hingewiesen werden. Menschen mit Hörproblemen sollen Technik zum kostenlosen Ausprobieren zur Verfügung gestellt werden. Nicht jedes Hörgerät passt zu jedem Hörer, da gibt es teils erhebliche Unterschiede.

„Menschen die nur schwer hören können fühlen sich im gesellschaftlichen Leben oft ausgegrenzt. Die Lebensqualität leidet enorm darunter. Doch viele trauen sich nicht, sich dies einzugestehen. Sie nehmen die Einschränkungen in Kauf und können sich mit höherem Alter immer schwerer darauf einstellen. Hier können und wollen wir helfen“, so der Ortspfarrer.


Freudige Überraschung im Magdalaer Pfarrhaus. Anja Haemisch (Hörgeräteakustikerin in der Filiale Weimar) und Kevin Oppel (kaufmännischer Leiter in Jena) von der Firma Hörgeräte ISMA GmbH & Co. KG. übergaben Pfarrer Martin Krautwurst und seinen Senioren einen Scheck über 1000,- € für die Restfinanzierung der Beschallungsanlage in der Stadtkirche St. Johannis.