Nach vier Jahren Bauzeit feiert Maina am 3. Mai die Einweihung ihrer Kirche

Es war ein düsterer Tag im Herbst 2004, als die Kirche zu Maina baupolizeilich gesperrt werden musste. Mit Holzbalken und roten Absperrband wurde das ehrwürdige Gotteshaus weiträumig abgezäunt. Dach und Turm waren laut Statikgutachten einsturzgefährdet. Mit viel Engagement gelang es Pfarrer und Kirchenältesten die Öffentlichkeit für das Problem wachzurütteln. Einheimische und überregionale Zeitungen berichteten von der kleinen Dorfkirche, selbst das ZDF widmete sich in seiner Sendung „Brennpunkte“ in der Weihnachtszeit dem Anliegen des Ortspfarrers. Am Heiligen Abend 2004 wurde die Christvesper unter freiem Himmel gefeiert und spätesten da war allen klar, hier muss etwas geschehen. Aufrufe im Ort und bundesweit mit überregionalen Anzeigen sorgten für erste Spendeneinnahmen. Die Stiftung „KIBA“, die Thüringer Landeskirche, die Stadt Magdala und auch die Untere Denkmalbehörde im Weimarer Land bekannten sich zu den Sanierungsvorhaben. Durch Lottomittel, Kollekten und Kirchgeldeinnahmen wurde die Restfinanzierung abgesichert. Unzählige Arbeitsstunden von Gemeindegliedern leisteten Vorarbeit unter der Regie des Magdalaer Fördervereins. Das Arbeitsamt unterstützte das Projekt und selbst der Pfarrer stieg mit aufs Dach und legte Hand an.

Am kommenden Sonntag können nun die Mainaer feiern. Nach nur 4 Jahren Bauzeit und einer Investition von über 80 Tausend Euro erstrahlt die kleine Dorfkirche wieder im vollen Glanz. „Die Kirche ist grundlegend innen und außen saniert. Ein neues Dach, ein neuer Turm, neue Elektrik und auch ein neuer Fußboden, dazu eine komplette Innenausmalung zeugen von der Bedeutung der Kirchen vor Ort“ sagt Pfarrer Martin Krautwurst stolz. „Hier waren nicht nur die Gemeindeglieder am Werk, der ganze Ort hat mitgezogen und viele Handwerkerbetriebe aus der Umgebung.“

Mit einem Festgottesdienst wird Pfarrer Krautwurst und seine Kirchgemeinde die Kirche am 3. Mai um 14 Uhr wieder einweihen. Bischof Roland Hoffmann hält die Festpredigt, der St. Johannischor und der Magdalaer Instrumentalkreis sorgen für die musikalische Ausgestaltung. Im Anschluss wird zu einem Volksfest auf den Dorfplatz eingeladen, ehe um 18 Uhr mit einem festlichen Orgelkonzert mit Uwe Baum aus Worbis der Festreigen zu Ende geht.

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