Erster Zentralgottesdienst zu St. Hubertus in Oßmaritz

AAuf vielfachem Wunsch fand am Sonntag Nachmittag in der Oßmaritzer Kirche der erste Gottesdienst im Kirchspiel Magdala / Bucha zum Namenstag des Heiligen Hubertus statt. Mit Karl Lemser aus Coppanz war auch der „Stubenälteste“ der Jägerschaft aus dieser Region in der vollbesetzten Kirche zu gegen. Der Isserstedter Posaunenchor gestaltete gemeinsam mit Franz Linke am Harmonium den musikalischen Teil. Pfarrer Joachim Schröter aus Jena hielt die Festtagspredigt. „Das Kreuz über dem Geweih kann man auch als ein Plus deuten, ein Gewinn fürs Leben.“ So Pfr. Schröter. Der Dank, die Rücksichtnahme und Verantwortung und die Bewahrung der Schöpfung standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes.

Der heilige Hubertus, geboren um 655, war zuerst Glaubensbote in Südbrabant und in den Ardennen. Um 705 wurde er Bischof von Maastricht, verlegte aber später den Bischofssitz nach Lüttich. Er starb am 30. Mai 727 in Tervueren bei Brüssel. Seit dem Hochmittelalter rankt sich die Legende um die Gestalt des Heiligen Hubertus, dass ihm zur Jagd ein Kreuz erschien, das sein Leben verändert.
Bevor er in den geistlichen Stand trat, war er verheiratet. Seine Frau starb - so die Legende - bei der Geburt des ersten Sohnes. Daraufhin suchte Hubertus Ablenkung in der Jagd, die zu seiner Lieblingsbeschäftigung wurde. Eines Tages hatte Hubertus im Wald einen Hirsch aufgetrieben. Schon hatte Hubertus seinen Bogen gespannt, da erblickte er zwischen den Geweihstangen des Hirsches ein leuchtendes Kreuz. Zugleich vernahm er eine Stimme, die ihn dazu ermahnte, nicht nur an die schönen Dinge des Lebens zu denken, sondern auch an die Fundamente des Lebens, den Glauben an Jesus Christus und an das ewige Leben. Für Hubertus bedeutete diese Erscheinung eine grundlegende Bekehrung Er wandte sich von der Jagd ab und stellte sein Leben in den Dienst der Verkündigung von Gottes Barmherzigkeit.
Pfarrer Krautwurst beschenkte nach dem Gottesdienst die Mitwirkenden mit einer Flasche Jägermeister, denn hier ist das Symbol des St. Hubertus, das Hirschgeweih mit dem leuchtendem Kreuz in der Mitte abgebildet.


Die Kirche von Oßmaritz war zum Hubertustag Anziehungspunkt für viele Gäste, Jäger, Wald- und Wanderfreunde. Vikar Frank Freudenberg, Pfarrer Joachim Schröter und Ortspfarrer Martin Krautwurst gestalten diesen Gottesdienst, der im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden soll. Im Bild Jäger Karl Lemser aus Coppanz und die kleine Swenja aus Jena.