Die Hüllen sind gefallen, St. Nikolai wieder im neuen Kleid

Kommt man von Magdala oder Maina die Landstraße gefahren, oder fährt auf der A4 Richtung Weimar oder Jena, dann funkelt dem Reisenden der goldene Turmknopf von St. Nikolai im Sonnenlicht entgegen.

Noch rechtzeitig vor dem Silvesterabend sind die Hüllen von St. Nikolai gefallen. Die altehrwürdige Kirche erstrahlt wieder im neuen Kleid. Das Turmdach, die Turmverkleidung und auch das Dach des Kirchenschiffes sind saniert und neu gedeckt. Möglich wurde die Sanierung durch zahlreiche Spenden aus Ottstedt und Umgebung, die Stadt Magdala, den Magdalaer Förderverein und der Thüringer Landeskirche, welche zusammen über 60 Tausend Euro sammelten. Darüber hinaus haben die Ottstedter Einwohner zusammen mit ihren Pfarrer selbst mit Hand angelegt. „Eine Gemeinde baut sich nur von der Basis her auf und zu dieser Basis gehört das Kirchgebäude im Zentrum des Dorfes“, so der Ortspfarrer. Zum Kirchspiel gehören zehn Dörfer, in denen an 7 Kirchen gebaut wird. „Sicherlich geht nicht alles mit einmal, aber wenn die Aktivitäten durch die Menschen vor Ort beginnen, dann erhalten sie auch Unterstützung.“ Die Kirchensanierungen bergen nach Ansicht von Pfarrer Martin Krautwurst große Chancen für den Gemeindeaufbau vor Ort. „Hier kommen Menschen zusammen, die lange nichts mehr mit der Kirche am Hut hatten. Da helfen alle, auch Vereine und politische Gemeinde.“ Leider fehlt eine stärkere finanzielle Unterstützung vom Land und vom Bund, in Ottstedt sind bei der Turm- und Dachsanierung alle Anträge abgelehnt wurden.