Gold-Kreuz strahlt wieder von der Coppanzer Kirche

Knopffest zum Abschluss der Sanierung Jena (OTZ/rq). „Es wurde wirklich Zeit!“ So bewertet Uwe Geerken die Dringlichkeit für die Sanierung der Kirche in Coppanz. Der Vorarbeiter der Firma Kirchen- und Denkmalbau Gotha GmbH kennt sich aus mit den Bauzuständen von Gotteshäusern. Als er am Sonnabend mit Meister Mike Schatz und Klempner Jörg Spittel die mit Blattgold belegte Kirchturmspitze übers Gerüst auf die 18 Meter Höhe des Turms bugsierte, war die Reparatur geschafft und die kleine Kirche auch wieder fein.

Der 1812 errichtete Bau litt in den letzten Jahren hauptsächlich unter dem durch das undichte Dach ein-dringenden Regenwasser. Die letzten Reparaturarbeiten in der Amtszeit von Pfarrer Rüdiger Strumpf liegen schon rund ein Vierteljahrhundert zurück. Hätte man jetzt die 55 000 Euro für die Sanierung nicht aufgebracht, wäre der Schaden noch größer und seine Beseitigung noch teurer geworden. Doch zu dem Geld von der Landeskirche, der Superintendentur Jena und dem Magdalaer Förderverein steuerten die Coppanzer ihren Teil bei. Auch Dank dieser Spenden und Arbeitsleistungen leuchtet nicht nur das neue Kreuz golden von der Turmspitze, sondern auch das Äußere in frischen Farben. Die Fassadenarbeiten hat die Malerfirma Hütter aus Mechelroda/Coppanz ehrenamtlich und kostenlos erledigt. Das rote Ziegeldach des Kirchenschiffes und der mit Schiefer gedeckte Turm runden das schöne Bild ab, welche das Kirchlein im kleinen Ort abgibt.

So war das Knopffest am Sonnabend mit reger Beteiligung der Coppanzer ein erfreulicher Abschluss der Arbeiten. Was viele besonders freuen wird: Das 1964 bei Dacharbeiten verschwundene Kreuz, das die Kirche krönte, wurde durch ein neues ersetzt. Es strahlt nun wieder weithin auf der Hochebene mit dem benachbarten Bucha.

Pfarrer Martin Krautwurst, dessen Kirch-spiel Magdala (übrigens im Internet unter www. kirche-magdala.de vertreten) das 68 Seelen-Dorf Coppanz zugeordnet ist, freute sich auch sehr, als er ganz oben auf dem Gerüst die zwei Kupferhülsen mit Dokumenten in der Kirchturmspitze verstauen konnte. Sie werden über viele Jahre die Erinnerungsstücke für die Nachkommenden bewahren. Die können dann in der OTZ vom vergangenen Sonnabend lesen, was am 12. Juli anno 2003 so Sache war.