Mit eindrücklichen Erlebnissen wieder zu Hause angekommen!

30 Jugendliche auf dem Weg, um Nachbarn in Europa besser kennen zu lernen.

Wohlbehalten und braungebrannt sind die 30 Jugendlichen und ihre Betreuer wieder zu Hause gelandet. 17 Tage Auslandsfreizeit in Griechenland sorgten für viele Eindrücke vom Ursprungsland der Demokratie und ihren Menschen. Von besonderer Schönheit war die faszinierende Landschaft der kleinen griechischen Insel Korfu. Die Zeit läuft hier anders als in Deutschland. Durch die warme Mittagshitze verlagert sich der Tagesablauf auf den späten Nachmittag und die kühlere Abendzeit. Griechische Musik war meist bis tief in die Nacht zu hören, ein geschäftiges Treiben in den Abendstunden und eine ausgeprägte Siesta prägt das Austragungsland der diesjährigen olympischen Spiele. Nach dem Gewinn der Fußball-Europameisterschaft wimmelt es im Land von blau-weißen Nationaltrikots und Olympia-Souvenirs.

Auch die Jugendlichen aus Magdala, Bucha und Umgebung beteiligten sich an den sportlichen Wettkämpfen vor Ort. Wurde der so genannte „Griechenlandtag“ mit neuen olympischen Disziplinen als Herausforderung einer zweiten Jugendgruppe aus Hannover eher schwerfällig begegnet, entwickelte sich die Schwimm-Meisterschaft zur Poolparty zu einem heiß umstrittenen Finale.

Die Ausflüge in die Klöster der Insel und paradiesischen Strände und Buchten sorgten hingegen wieder für Abkühlung und Entspannung. Höhepunkt war ein Ausflug mit einem Glasfensterboot in die Buchten der Insel. So konnte man vom Boot aus teils bis tief auf den Meeresgrund und ihre Bewohnern sehen.

Die zahlreichen Gotteshäuser der griechisch-orthodoxen Kirchen waren ebenso beeindruckend wie Kerkira (Korfu Stadt) bei Nacht. Ob der viel belebte Hafen, die alten Festungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert oder die geschmückten und belebten Esplanaden und Straßen im venezianischen Baustil – das Land hinterließen viele tolle Eindrücke bei jung und alt.

Ob es im kommenden Jahr eine Fortsetzung der schon zur Tradition gewordenen Auslandsfreizeiten geben wird ist mehr als fraglich. Das Landratsamt des Weimarer Landes hat - im Unterschied zu allen anderen umliegenden Ämtern - seine finanzielle Unterstützung dieser so wichtigen Jugendarbeit in diesem Jahr verweigert. Freizeiten dieser Art können durch Teilnehmerbeiträge und Kirchgemeinde allein nicht mehr abgesichert werden. Die Öffnung in Europa – ihre Länder, Menschen und Kulturen näher kennen und verstehen zu lernen – wird nicht überall gleich gefördert. Wie könnten Jugendliche ihre Vorurteile und eventuelle Fremdenfeindlichkeit besser abbauen, als durch die direkte Begegnung mit den Menschen und ihrer Kultur vor Ort? Dieses Themas lohnt im Kreistag diskutiert zu werden.


TLZ-Jena 27.07.2004