Schulanfängergottesdienst in der Magdalaer Stadtkirche

Es war kurz nach zehn Uhr, als die Magdalaer Schulanfänger mit dem berühmten Koboldlied den Pumuckel in die Kirche riefen: „Hurra, hurra, der Kobold mit dem roten Haar, hurra, hurra, der Pumuckl ist da!“ - und da kam er auch schon freudig in die Kirche gesprungen.

Mal saß er im Chorraum – kurze Zeit später saß er schon wieder auf der Empore. Für Alt und Jung war der Besuch im Gottesdienst eine freudige Überraschung, nicht zuletzt, weil dem Pfarrer auf einmal die Noten fehlten, ein Lied aus den Liederzetteln verschwand oder eine Kerze ausgeblasen ward. Der kleine Pumuckel (Georg Hein aus Magdala) erzählte von seinem besten Freund, dem er alles anvertrauen kann, der für ihn sorgt und der seine Streiche vergibt und verzeiht. Im berühmten Pumuckellied heißt es weiter:

„…denn stets, es ist ein altes Lied,
dass niemand glaubt, was er nicht sieht.
Doch Dinge gibt es viele gar,
man sieht sie nicht doch sind sie da…“

Pfarrer Martin Krautwurst konnte so einen schönen Vergleich zu dem ziehen, der unser Leben gelingen lässt, der uns jederzeit zuhört und für uns sorgt. Der uns auch in den schwierigen Situationen Menschen an die Seite stellt, die uns begleiten, halten und tragen. Ganz wörtlich konnten die kleinen Schulanfänger das ausprobieren, als sie sich von ihren Papis auf den Schulter unter den Kronleuchter tragen ließen, um ein Regenbogentuch für ihre neuen Schulranzen zu zupfen.

Mit einer kleinen Zuckertüte vom großen Baum wurden dann alle Schulkinder beschenkt, und nicht nur sie, denn auch die ehemalige Kindergärtnerin Frau Haage und die neue Klassenlehrerin Frau Heinicke wurde der neue Start versüßt.