Magdalaer JG in Schweden

Nachdem sich die drei letzten Freizeiten der Magdalaer JG eher auf die südlichen Regionen Europas konzentrierten, hieß das diesjährige Reiseziel Tostapsgarden in Schweden. Nach 15-stündiger Fahrt und zwei Wartestunden konnten die 29 Jugendlichen und 7 Betreuer das mitten im Wald gelegene Haus mit einem dazugehörigen See für die nächsten zwei Wochen beziehen. Der Altersdurchschnitt der Jugendlichen lag in diesem deutlich niedriger als in den vergangenen Jahren, da zur Gruppe um Pfarrer Martin Krautwurst größtenteils die diesjährigen Konfirmanden aus Magdala, Göttern, dem Saale Holzlandkreis und dem Weimarer Land gehörten.

Nach anfänglicher Skepsis gewöhnte man sich doch recht schnell an die Einsamkeit. Um den Tagesablauf so abwechslungsreich wie nur möglich zu gestalten, standen verschiedene Ausflüge auf dem Programm. Unter anderem waren dies Fahrten nach Kristianstad, eine historische Stadt im Südosten Schwedens, die bekannt ist für ihre prachtvollen Renaissancebauten. Um an das Meer mit kilometerlangen Sandstränden zu gelangen ist es von hieraus nur ein Katzensprung. Deshalb ging die Reise weiter nach Åhus, die einst bedeutendste Handelsstadt des Küstenabschnittes. Hier verbrachten die Jugendlichen den Rest des Tages am Strand. Ein weiteres Highlight war der Besuch der Tykarpsgrotte, in der Jahrhunderte lang Kalkstein abgebaut wurde und die unter anderem als Drehort für Astrid Lindgrens' Ronja Räubertochter diente. Den Höhepunkt im hauseigenen Garten sollte die "Elcholympiade", ein sportlicher Wettkampf aus drei Disziplinen, darstellen, aus der die Jungs mit einem Punkt Vorsprung als knappe Sieger hervorgingen.

Neben diversen Ausflügen hatten die Jugendlichen jedoch genügend Raum, um ihre Freizeit individuell zu gestalten: Sonnenbad im hauseigenen Garten, Schwimmen bzw. Kanufahren auf dem See und spannende allabendliche Volleyballspiele.

Während der zwei Wochen sind viel neue Freundschaften entstanden. Die Andachten am Abend ließen den Tag noch einmal Revue passieren und regten zum Nachdenken an. Aber auch das Biblische Essen war für viele der Jugendlichen eine neue Erfahrung, welche sie mit Sicherheit noch lange in guter Erinnerung behalten werden.

Auch sorgten Kinoabende, Gesang und Theater für viel Spaß.

So schön der Urlaub im hohen Norden auch war, so sind sich doch alle einig darüber, dass nächstes Jahr wieder ein südlicheres Domizil angesteuert werden soll.

Franziska Wiegand